Dr. Anna Braune (DGNB) im Gespräch mit Prof. Dr. Martin Pehnt (ifeu) über die aktualisierte EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) und ihre weitreichenden Auswirkungen auf das Bauen, Sanieren und Heizen in Europa.
Der Gebäudesektor zählt zu den größten Energieverbrauchern und CO₂-Emittenten.
CO₂-Emittenten sind alles, was Kohlendioxid (CO₂) in die Luft abgibt, zum Beispiel Autos, Fabriken, Heizungen oder Kraftwerke.
Die EPBD setzt hier neue Maßstäbe und definiert klare Regeln für eine klimaneutrale Zukunft.
Das Video erklärt anschaulich, welche Neuerungen die Richtlinie bringt, wie sie umgesetzt werden und welche Chancen sich daraus ergeben.
Die EPBD sorgt dafür, dass neue Gebäude fast keine CO₂-Emissionen haben, alte Häuser modernisiert werden und mehr erneuerbare Energien genutzt werden.
Ein zentrales Thema ist die Vorgabe für Neubauten: Ab 2030 müssen alle neu errichteten Gebäude nahezu emissionsfrei sein, sogenannte „Zero Emission Buildings“. Das Video zeigt praxisnah, welche Technologien, Baustandards und erneuerbaren Energien hierfür erforderlich sind und wie Planende und Bauende diese Vorgaben realistisch umsetzen können.
Zero Emission Buildings sind Häuser, die im Alltag kein CO₂ oder andere schädliche Gase ausstoßen. Sie nutzen saubere Energie, sparen Strom und Wärme und sind gut für das Klima.
Gleichzeitig wird der Blick auf Bestandsgebäude gerichtet: Welche Sanierungen sind notwendig, welche Maßnahmen sind förderfähig, und wo gibt es Spielräume? Die Unterschiede zwischen verpflichtenden Regeln und freiwilligen Empfehlungen werden klar erläutert.
Darüber hinaus behandelt das Video die kommunale Wärmeplanung und die Rolle erneuerbarer Energien für die Wärmewende. Es wird deutlich, wie verschiedene Akteure, von Kommunen über Energieversorgerinnen und Energieversorger bis zu Eigentümerinnen und Eigentümern sowie Mieterinnen und Mietern, zusammenarbeiten müssen, um die Klimaziele zu erreichen.
Kommunale Wärmeplanung zeigt, wie eine Stadt ihre Häuser umweltfreundlich heizen und kühlen kann. Sie plant den Einsatz von sauberer Energie und sorgt dafür, dass Heizungen effizient und günstig sind. So sparen Städte Energie, Geld und CO₂.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den praktischen Auswirkungen der EPBD auf den Alltag: Energieeffizienz, Heizsysteme, Fördermöglichkeiten und die langfristigen Einsparpotenziale für Eigentümerinnen und Eigentümer werden verständlich erklärt.
Die EPBD legt klare Standards für emissionsfreie Neubauten und verpflichtende Sanierungen fest.
Die Wärmewende ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem erneuerbare Energien und kommunale Planung eine zentrale Rolle spielen.
Eigentümerinnen und Eigentümer, Planerinnen und Planer sowie Interessierte erhalten konkrete Orientierung, welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig sind.
Wer die Richtlinie versteht, kann langfristig Energie sparen, Kosten senken und aktiv zum Klimaschutz beitragen.
Das Gespräch zwischen Dr. Anna Braune und Prof. Dr. Martin Pehnt vermittelt fundiertes Wissen und praxisnahe Einblicke in die EPBD und ihre Umsetzung. Es macht deutlich, dass die Richtlinie nicht als bürokratische Last zu verstehen ist, sondern als klarer Fahrplan für eine nachhaltige und klimafreundliche Zukunft im Gebäudesektor. Wer diesem Gespräch folgt, erhält nicht nur Klarheit über die neuen Regeln, sondern auch konkrete Ansätze, wie er selbst aktiv zur Wärmewende beitragen kann.